Social Networks

Aus Bloghandbuch

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Der Begriff soziales Netzwerk (engl. social network) kommt ursprünglich aus der Soziologie und beschreibt soziale Interaktionen, die auf persönlichen Kontakten beruhen.

Mit dem Einzug des Internets und dem Aufkommen des Web 2.0 beruhen diese Kontakte nicht mehr ausschließlich auf persönlicher Ebene, sondern bekommen auch eine globale Dimension.

Jede/r kann potentiell mit jedem anderen Internetnutzer weltweit in Kontakt treten.

Als soziale Netzwerke werden im Web 2.0 meistens Plattformen wie Facebook, Twitter oder Google+ genannt.


Soziale Netzwerke (Plattformen)

Die bekannten Plattformen für soziale Netzwerke bauen darauf auf, dass jeder Benutzer sich ein Profil einrichtet, in dem er mehr oder weniger (persönliche) Informationen preisgibt.

Je mehr Informationen man über sich und seine Vorlieben verrät, desto größer ist auch die Chance von Anderen mit ähnlichen Interessen gefunden zu werden und in Kontakt zu treten.

Die meisten Anbieter sozialer Netzwerke bieten BenutzerInnen ihre Services kostenlos an. Finanziert werden die Plattformen häufig über Werbung, dessen Basis die Nutzerprofile darstellen.


Facebook

Fb logo.png

Facebook ist mit knapp 1 Milliarde aktiven NutzerInnen des größte soziale Netzwerk im Internet. Neben Chat, Posten, Sharen und Liken von Inhalten, bietet Facebook auch folgende Funktionen an:


  • Apps (Anwendungen)
  • Authentifizierung (mit dem Facebookprofil bei anderen Diensten)
  • Open Graph
  • Mobile Facebook Apps
  • Places (Orte)
  • Timeline (Chronik)
  • Videoanrufe
  • Video on Demand
  • Facebook Credits (virtuelle Währung)
  • Social Jobs Partnership (Stellenbörse - derzeit nur in den USA)


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Kritik: Neben diesen Funktionen und der Möglichkeit des einfachen Vernetzens mit anderen Leuten, steht Facebook auch immer wieder in der Kritik. Vor allem was den Datenschutz der NutzerInnendaten angeht. Eine ausführliche Beschreibung dazu gibt es im Icon Wikipedia De.gifWikipedia-Artikel zu Facebook.


Twitter

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Twitter wird häufig auch als Microblogging oder Kurznachrichtendienst bezeichnet. Das besondere an dem Dienst ist, dass Nachrichten maximal 140 Zeichen lang sein dürfen - wie bei einer normalen SMS. Twitter gehört mit über 600 Mio. Nutzern zu einem der größten sozialen Netzwerken weltweit.

Aufgrund der Zeichenbeschränkung lassen sich Inhalte nur sehr verdichtet wiedergeben, was von vielen NutzerInnen aber auch als Vorteil angesehen wird. Nachrichten und Meinungen lassen sich sehr schnell (vor allem auch mobil) und einfach verbreiten. So war es in der Vergangenheit häufiger der Fall, dass sich bestimmte Ereignisse über Twitter wie Lauffeuer verbreiten hatten, noch bevor die klassischen Medien davon Wind bekamen.


Funktionen:

  • Hashtags
  • Direct Messages (private Nachrichten)
  • Favoriten
  • Listen
  • Trending Topics
  • Blocken von (ungewünschten) Nutzern


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Kritik: Auch Twitter steht immer wieder für firmenspezifische Entscheidungen in der Kritik. Wobei das Unternehmen, im Vergleich zu Facebook, als recht NutzerInnenfreundlich im Bezug auf die eigenen Daten gilt. Mehr dazu im Icon Wikipedia De.gifWikipedia-Artikel zu Twitter.

Google+

Google+ logo.png

Das soziale Netzwerk von Google ist das jüngste unter den genannten und mit aktuell ca. 500 Mio. NutzerInnen an dritter Stelle. Es funktioniert ähnlich wie Facebook, bietet jedoch ein paar wesentliche Unterscheidungsmerkmale.


Funktionen:

  • Circles (Kontaktkreise)
  • Stream
  • unbegrenzter Bilderupload
  • Hangouts (Videochat)
  • Hangouts on Air (Videochat mit Livestream und Archivierung auf Youtube)
  • Games
  • Communities
  • Hashtags
  • Events


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Natürlich ist auch Google+ nicht frei von Kritik. Im englischsprachigen Wikipedia-Artikel zu Google+ sind ein paar Punkte beschrieben. Vor Allem die Verzahnung anderer Goolgedienste wie z.B.: GMail mit Google+ stehen in der Kritik.


soziale Netzwerke für ArbeitnehmerInnen

Soziale Netzwerke spielen in der heutigen Onlinekommunikation eine wichtige Rolle. Wenn man sich der möglichen Probleme bewusst ist, kann der Einsatz dieser Dienste aber viele positive Effekte haben.


Was man beachten solle:

  • Unterscheidung zwischen privatem und Firmenaccount

Als ArbeitnehmerIn ist es oftmals ratsam, sich unterschiedliche Profile anzulegen. Eines für die private Kommunikation unter Freunden, Verwandten und Bekannten und eines für den Arbeitsalltag um sich mit KollegInnen, Vorgesetzten und berufsspezifischen Kontakten auszutauschen.

  • Soziale Netzwerke sind zumeist in der Hand großer Privatfirmen

Es gilt auch immer zu beachten, dass die bekannten sozialen Netzwerke von Privatfirmen betrieben werden. Folglich obliegt es auch diesen Firmen, wie mit den NutzerInnendaten umgegangen wird und welche Verhaltensweisen als erwünscht und unerwünscht gelten.

  • einmal getätigte Äußerungen lassen sich nur schwer wieder entfernen

Bevor man sich in sozialen Netzwerken mit seinem öffentlichen Profil zu reißerischen Äußerungen hinreißen lässt, sollte man immer bedenken, dass potentiell jede/r im Internet diese auch lesen und finden kann. Ein Rückgängigmachen einer Äußerung ist ungleich schwieriger, als diese gar nicht erst zu tätigen.


Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, bieten soziale Netzwerke natürlich vielseitige Möglichkeiten

  • Vernetzung

In sozialen Netzwerken steht die Vernetzung im Vordergrund. Es ist ein Leichtes mit Gleichgesinnten, KollegInnen und interessanten Menschen in Kontakt zu treten.

  • Informationsaustausch

Ist man gut vernetzt, lassen sich Informationen, Neuigkeiten und Ideen ohne Probleme austauschen und bewerten. Gerade in Sachen Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit lassen sich die eigenen Anliegen an eine große Zahl interessierter Menschen weiterverbreiten.

  • Kollaboration unterschiedlicher Gruppen

Mit einem Netzwerk aus guten Leuten, lässt sich auch leicht städte-, länder- und organisationsübergreifend an Projekten zusammenarbeiten. Soziale Netzwerke dienen dabei häufig als Einstiegspunkt.